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Verkrampfte ASV-Reserve chancenlos gegen Gladbeck

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Geschrieben von: Westf. Anzeiger    Sonntag, den 05. Februar 2012
Danius Skarbalius erzielte 9 TrefferDie Fans hatten sich mit frisch verteilten Vereinstrikots herausgeputzt, die Freiherr-vom-Stein-Halle war mit beinahe 500 Zuschauern überdurchschnittlich gut besucht: Nach dem Hammer Überraschungssieg beim Oberliga-Zweiten HSG Augustdorf hatten viele ASV-Sympathisanten auf ein ähnlich spannendes Handballspiel gegen den VfL Gladbeck gehofft. Doch das Treffen gegen den in der Hinrunde noch unterlegenen Tabellenführer entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit für den Gast, der den klaren 22:35 (10:20)-Auswärtserfolg in Hamm ausgiebig auf dem Feld feierte. 

Ein verdienter VfL-Sieg, an dessen Berechtigung es keinerlei Zweifel gab. Denn in allen Belangen präsentierte sich der Spitzenreiter als das bessere, angriffsstärkere und auch engagiertere Team, was nicht nur ASV-Trainer Rob de Pijper neidlos anerkannte: „Gegen einen Tabellenführer darf man natürlich verlieren. Doch nicht so, wie es uns passiert ist. Wir haben von Anfang an verkrampft gespielt und sind einfach viel zu ängstlich in die Deckungslücken des VfL gegangen“, bemerkte der Hammer Coach.

Gladbecks Trainer Holger Krimphove freute sich indes über den Sieg beim vermeintlichen Angstgegner: „Wir haben das Spiel in der Deckung gewonnen. Immer wieder konnten wir Hamm zu Würfen verleiten, die zur sicheren Beute unserer Hintermannschaft wurden. Insgesamt hatten wir uns die Sache weitaus schwieriger vorgestellt“, so Krimphove.

Die Hammer Gesichtszüge entglitten schon kurz nach dem Start. Gegen die körperlich robuster wirkenden Gäste rannte der ASV im Sturm zwar unermüdlich an, doch ohne nennenswerten Erfolg. Wie ein Alleinunterhalter wirkte Dainius Skarbalius im Zusammenspiel mit Kreisläufer Matthias Geukes, von einem Mannschaftsspiel in der Offensive zeigte der ASV keinerlei Ansätze. Über 1:3 und 4:7 (11.) zog Gladbeck auf und davon und zerlegte Hamm schon Mitte der ersten Hälfte, als acht VfL-Treffer in Serie (von 7:10 auf 7:18) im Tor von Carsten Schröder einschlugen. Selbst nach der sicheren 10:20-Pausenführung drehte Gladbeck weiter auf und schraubte den Vorsprung bis auf 10:25 (35.) herauf. Erst jetzt hatte Krimphove ein Einsehen und nahm seine Rückraumasse aus dem Spiel. Doch selbst die zweite Gäste-Garnitur reichte aus, um den ASV sicher auf Distanz zu halten.

Zwar bäumten sich die Gastgeber nun auf und erzielten durch Dainius Skarbalius, Mathias Geukes und Tobias Lodenkemper acht schnelle Treffer (18:28/49.), doch die brachten Gladbeck nicht mehr in Verlegenheit. Zumal der ASV auch in der Schlussphase eine miserable Wurfausbeute hatte und so mit 22:35 die bisher deutlichste Heimniederlage in der laufenden Saison kassierte.  

 ASV II: Schröder – Skarbalius (9), Geukes (5), Mund (1), Bicker (2), Degen (2/1), A. Dressel (1), Ruhrmann, Ruby, Gnatowski

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